Besuch der EZB

A visit at the European Central Bank by Sarah Linke, Q2

 

The Q2 PoWi-Bili class of Ms. Wiser visited the European Central Bank in Frankfurt to end the school year with politics and economics seen in action.  What’s a better place to do this than in the heart of the EU’s institute for price stability?

The new and quite modern sky scraper that adds to Frankfurt’s famous skyline is the new home of the ECB, the institution that monitors the economics of one of the biggest free markets in the world, also known as European Economic Area. As one would expect, we all had our concerns and thoughts about the ECB since we prepared beforehand and discussed questions in class like “Why is Greece still suffering from the repercussions of the financial crisis?” or “Should the key interest rate stay at almost 0%?”. A lot of anti-capitalist jokes and comments were made that day, even after we went through airport-like security checks and waited for our turn to go inside the building.

Though a lot of the foyer is under construction, the space is overflowing with natural light bouncing of the polished stone elements. Besides our group there were businessmen and –women from Hong Kong and a few Americans as we were greeted by two young men, one of which turned out to be our guide, giving us a presentation on how the European Central Bank works.

After we had enjoyed our coffee, soft drinks and little snacks we were led into a room resembling almost an auditorium from a University. The lecture was held in English and we were all pretty happy that Ms. Wiser had insisted on giving us vocabulary sheets and we prepared intensely before the visit because otherwise a lot of the financial terms would have caused confusion.  The presenter clearly knew what he was talking about since he could recite facts about which country meets which criteria to join the European Union or other complicated structures of the ECB off the top of his head. He was also open for questions from the audience, but showed that monetary policy is not focused on a social aspect and at times even undemocratic, but they aim for transparency by publishing the current status of what they’re regularly working on.

The main goal for this institution is to keep up price stability – meaning that it wants to safeguard the Euro. This can be done with multiple measures, such as the key interest rate I mentioned before. It currently sits around 0% because southern European countries are still recovering from the financial crisis and a higher interest rate would hinder that process, we were told. Another way to keep the price stable is the inflation rate which should always be around 2%.

This, and the many other things the ECB does, such as implementing monetary policy or supervising banks, aims for smooth operation of payment systems and all in all, easier ways for European and international cooperation. The effects of this can we all see and experience as citizens of the EU.

In conclusion, the sophisticated presentation, which lasted around 90 minutes, and the overall feeling to have such an important institution in front of our doorstep really drew attention to the fact how much economics and politics affect our everyday life. The complexity of all processes within the European Union is vast and not to be underestimated. Though the European Central Bank is not perfect, a look into it and an actual conversation with somebody who works there can give another perspective on it, which is rather hard to grasp in a classroom.

Exkursion in das Heim Demenzkranke (Haus an der Königsheide)

Wir, der katholische Religionskurs der E-Phase von Frau Paulmann, haben am 28.09.16 eine Exkursion in das Heim für Demenzkranke, welches sich in der Ludwigstraße 55 Neu-Isenburg befindet unternommen.

Im Unterricht haben wir uns mit dem Thema gelebter Glaube beschäftigt und da sich das Heim für Demenzkranke auf Grundlagen christlicher Grundsätze engagiert, haben wir die Einrichtung an der Königsheide als Lehrausflug besucht. Durch Gespräche mit dem Personal und einige der 48 Bewohner konnten wir verschiedene Eindrücke sammeln, wie es so in einem Wohnheim aussieht und wie darin gelebt und gearbeitet wird. Das seit 2013 existierende Demenz-Pflegeheim ist Teil des diakonischen Projekts ,,Mission Leben“ und eine christliche Einrichtung, die aber trotzdem offen für alle Religionen ist. Einmal in der Woche besucht ein Pfarrer der naheliegenden  katholischen Kirche St. Josef das Pflegeheim, welches auch eine Kooperation mit dem Kindergarten St. Josef führt. Das Pflegekonzept basiert auf sieben Leitsätzen der Nächstenliebe und der Gemeinschaft.

Im Wohnheim wohnen 48 Bewohner zwischen 65 und 100 Jahren, erkrankte an unterschiedlichen Stufen der Demenz. Da diese Krankheit unheilbar ist, ist es für die meisten Bewohner die letzte Wohnstätte bis zu ihrem Tod. Die Verweildauer der Bewohner beträgt meist mehrere Monate, manchmal aber auch nur wenige Wochen oder einige Jahre. Jeder dort wohnende genießt eine komplette individuelle Betreuung. Dazu zählt auch ein eigenes Zimmer, welches selbst eingerichtet und dekoriert werden kann. Abgesehen von Schlafzimmern und Bädern sind die Wohnbereiche auf jede Etage wie WGs aufgebaut; es gibt einen gemeinsamen Wohn- und Essbereich, Balkone und einen Innenhof zum Spazieren. Ein abwechslungsreicher Wochenplan bietet unterschiedlich Freizeit Aktivitäten, z.B. Singen, Bewegung, Tanzen, Basteln, Kochen etc. Je nach körperlicher und geistiger Verfassung, aber natürlich auch nach Lust und Laune, ist es jedem Bewohner selbst überlassen, ob er an den Aktivitäten teilnimmt. Ziel der Programme ist es, das Gedächtnis und Denkvermögen der Bewohner anzukurbeln, z.B. durch Logikspiele und allen bekannten Volksliedern.

Die Validation (d.h. die Akzeptanz und Rechtsprechung jeglicher Patienten gemachten Aussagen) in den Gesprächen fiel uns erst später relativ leicht. Zwar gab es teilweise Leute, die uns für ihre Familienmitglieder hielten oder meinten, sie sein nur zu Besuch im Wohnheim, aber  nach einigen Gesprächsminuten wusste man langsam, wie man sich ausdrücken kann und wie der Gesprächspartner antwortet.

Am Anfang unserer Exkursion haben wir uns auf vier Gruppen auf verschiedene Stockwerke aufgeteilt. Alle hatten ungefähr eine Stunde Zeit sich mit den Bewohnern zu unterhalten. Unsere Gruppe konnte den Menschen beim Frühstücken etwas Gesellschaft leisten. Uns fiel es am Anfang sehr schwer, mit den Menschen ein Gespräch anzufangen besonders mit der ersten Dame. Wenn sie uns geantwortet hat, war ihre Antwort unverständlich, jedoch konnte sie uns mit Handzeichen sagen, dass sie am vorherigen Tag Geburtstag hatte. Nur auf unsere Fragen konnte sie uns leider nicht antworten. Anschließend haben wir uns an den Tisch zu einer Frau und einem Mann gesetzt, die auf den ersten Eindruck gesund wirkten. Wir haben sie einige Dinge gefragt, wie es ihnen zum Beispiel hier gefällt und beide erzählten uns, dass sie sich hier wie zuhause fühlen und nicht wie in einem Heim. Wir finden es eher beeindruckend, dass die Angestellten des Wohnheims es geschafft haben, dass die Menschen sich hier wie zuhause fühlen.

Dann haben wir mit unserem vorbereiteten Programm angefangen. Als erstes haben wir die Menschen nach dem Datum gefragt, doch leider konnte uns niemand sagen, welches Datum heute ist. Die meisten dachten, es wäre schon Dezember. Anschließend haben wir ihnen Sprichwörter zum Vervollständigen gegeben. Eine Bewohnerin kannte alle Sprichwörter und konnte sie somit vervollständigen. Das hat uns sehr beeindruckt. Uns hat nur gewundert, warum sie all diese Sprichwörter kannte und nicht das Datum. Danach haben wir ein Spiel gespielt, bei dem die Menschen einen Ball in einen Eimer legen mussten und dann nacheinander jeweils ein Gemüse nennen sollten, welches sie in ihrem Gemüseeintopf haben möchten. Es wurden Kartoffeln, Spinat, Lauch und Wirsing aufgezählt, doch dann haben einige Menschen ein Gemüse gedoppelt. Deshalb haben wir etwas anderes mit ihnen gemacht und haben alle miteinander alte Volkslieder gesungen. Die Betreuerin, die für dieses Stockwerk verantwortlich war, hat laut für alle vorgesungen. Sie hat sogar auch die Menschen einbezogen, die kaum reden konnten und hat es sogar geschafft, eine Frau zum Lächeln zu bringen.

Was uns berührt hat war, dass alle Bewohner des Heims unglaublich glücklich in ihrer eigenen Welt waren. Viele erwähnten zwar, dass sie ,,nur auf den Tod warten“, aber so wie es aussieht genießen sie absolut jeden Augenblick. Besonders im Gedächtnis geblieben ist uns der Satz: ,, Ich bin glücklich hier, weil ich zuhause bin. Ich bin schon so oft umgezogen, dass ich mich überall anpassen kann.“

Das Pflegeheim ist 24 Stunden durchgehend ohne Voranmeldung für Besucher geöffnet. Über Feiertage, für Geburtstage und Familienfeiern können die Bewohner von ihrer Familie abgeholt werden.

Die meisten Bewohner sterben im Heim. Bevor der Hausarzt den Toten untersucht, bekommen Angehörige und das Team die Möglichkeit, sich noch einmal persönlich zu verabschieden. Doch was uns traurig gemacht hat ist, dass von den seit 2013 aufgenommen Menschen noch zwei Bewohner am Leben sind.

An meiner Sichtweise zur Kirche bzw. meinem Glauben ändert sich, dass man für diese Menschen wie in einer Ehe sowohl in guten als auch schlechten Tagen da sein sollte und mit ihnen gemeinsam die schwere Zeit durchsteht, auch wenn es nicht einfach ist. Denn eine Gesellschaft kann nicht existieren, wenn man sich nicht gegenseitig unterstützt, wie  beispielsweise in einer Familie.

Wir persönlich könnten uns ein solches religiöses Engagement nicht vorstellen, da es uns jeden Tag deprimieren würde zu sehen, wie die Menschen immer vergesslich werden und sich irgendwann nicht mehr an ihre Mitmenschen erinnern können. Jedoch können wir uns vorstellen, uns stattdessen beispielsweise in einem religiösen Kinderheim zu engagieren.

Insgesamt hat uns zweien, aber wir denken, auch dem kompletten Kur, sehr gut gefallen. Es war ein spannender Tag mit vielerlei Eindrücken, der uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

                                         Von Christin P. (E1Eh) & Sophie H. (E1Pe)

Ausstellung zur Wahl in den USA

The American Presidential Election 2016 – an exhibition prepared by Englisch LK Q1 Ws & PoWi bili GK Q1 Ws

Before the election actually took place, the school community was able to find a lot of information about it in the entrance hall: two classes, English Advanced Placement Q1 Ws and Politics & Economics Q1 Ws had prepared several moveable walls with detailed information about the candidates, the Democratic and Republican Party, as well as about the American voting system in general. After the election on Nov 8, the PoWi bili class prepared additional walls with press clips about the winner, the loser and international reactions.

Through this exhibition, this election has been studied by many students and it has also been visited by entire classes in order to use the information for lessons.

Thanks for your interest and enthusiasm!

As the responsible teacher, I would like to thank my wonderful students who did an amazing job in basically no time! Superbly done!!!                                                            Y. Wiser

 

Besuch des EU-Parlaments in Straßburg

Am 19. Mai machten sich die 9a, die 9e und einige Abiturientinnen in Begleitung von Herrn Camphausen, Herrn Müller und Frau Wiser auf nach Straßburg, um das Europäische Parlament zu besuchen. Nach einer recht schnellen Busfahrt hatten wir zunächst die Gelegenheit ausführlich die wunderschöne Innenstadt von Straßburg zu bewundern und aufzupassen, sich nicht in den Massen der 1000 GrundschülerInnen zu verlieren, die zur 1000-Jahr-Feier von Straßburg die Straßen um das Münster unsicher machten. 

Nachmittags fuhren wir dann mit dem Bus zum Parlament, denn wir sollten am frühen Abend einen Gespräch mit Udo Bullmann, dem Fraktionsvorsitzenden der sozialdemokratischen Fraktion im EU-Parlament, haben und auch der Parlamentsdebatte folgen können.

Schon von außen ist das Parlament sehr eindrucksvoll. 

Im Innenhof, der Agora, konnten wir während des Wartens auf Herrn Bullmanns Mitarbeiter, Herrn Huzuma, wieder einen anderen Blick bewundern. Dieser Innenhof ist übrigens aus demselben Sandstein gebaut wie das Straßburger Münster. 

Nachdem wir die lange Sicherheitskontrolle hinter uns hatten, konnten wir dann eine Stunde lang einer Parlamentsdebatte lauschen. Diese war besonders interessant, da es um Streitigkeiten der EU mit dem Mitglied Ungarn ging, da der ungarische Premierminister Orban eine sehr rechte Politik vertritt und u.a. in einem Interview vorgebracht hat, die Todesstrafe in Ungarn wieder einzuführen und auch die Einwanderungsbestimmungen in seinem Land stark zu verschärfen. Orban selbst war auch im Parlament und hielt auch eine kurze Rede. Die Auseinandersetzung zwischen den Abgeordneten der verschiedenen Fraktionen war sehr heftig und eindrucksvoll.

Später beantwortete Herr Huzuma in einem langen Gespräch noch unsere Fragen. Herr Bullmann konnte leider nicht mehr zu uns kommen, da er zu viele dringende Termine hatte. Darüber waren wir alle sehr traurig. Aber Herr Huzuma seine Sache sehr gut gemacht uns uns viel eindrucksvoll erklärt, so auch die Architektur des Gebäudes. 

Es war eine tolle und interessante Fahrt!                                                          


Y. Wiser

Und nun noch die Stimmen einiger Schülerinnen und Schüler der 9e:

„Besonders gut, neben dem Parlament, hat mir der Straßburger Dom gefallen. ... Der Besuch im Parlament war sehr interessant und füllte reine Wissenslücken. Im Allgemeinen hat mir dieser Ausflug sehr gefallen, da er interessant und abwechslungsreich war.“ (Niklas)

Es war sehr schönes Wetter, somit konnten wir alle die drei Stunden Freizeit in Frankreich sehr gut genießen. Meiner Meinung nach hat die Stadt Frankfurt sehr geähnelt. Das EU-Parlament zu besichtigen, war ebenfalls sehr schön und interessant. Wir hatten Glück, dass wir bei einer Diskussion über die Todesstrafe und Einwanderer dabei sein durften. Meiner Meinung war das ein sehr schöner Ausflug.“ (Eric)

Es war sehr schön zu erfahren, was hinter den Kulissen des Europäischen Parlaments passiert. Des Weiteren habe ich es sehr gut gefunden, dass wir Freizeit hatten, um die Stadt zu erkunden und allgemein die französische Kultur. Am besten hat mir die Parlamentssitzung gefallen, da man erfahren konnte, was wirklich in diesem architektonischen Meisterwerk passiert. Am Ende des Tages fand ich diesen Ausflug sehr toll und eine Bereicherung.“ (Juliana)

Ich fand es sehr interessant, die Sitzung im Europaparlament miterleben zu können, um ein genaueres Bild zu haben, wie es dort wirklich aussieht. Außerdem fand ich es gut, dass wir dem Referenten noch Fragen stellen durften, aber ich hätte es noch besser gefunden, wenn Udo Bullmann auch noch da gewesen wäre. Insgesamt hat mir der Ausflug sehr gut gefallen.“ (Lene)

„Ich fand den Ausflug gestern sehr interessant, ich hatte keinerlei Vorstellungen oder Erwartungen, wie solch eine Parlamentssitzung abläuft. Das Gebäude des Parlaments fand ich sehr schön und modern, außerdem hätte ich nicht gedacht, wie viel Symbolik hinter dem Gebäude liegt. Am meisten hat mich verwundert, wie die einzelnen Abgeordneten ihre Meinungen gesprochen und miteinander geredet haben. Man merkte, wie ernst die Abgeordneten ihren Beruf nehmen und mit Emotionen gesprochen haben. Dies hat mich beeindruckt. Ich finde es toll, dass uns ermöglicht wurde, das Parlament zu besichtigen, es mir sehr gut gefallen.“ (Linn)

Meiner Meinung nach war unser Ausflug nach Straßburg sehr interessant und schön. Es war schön, die Stadt nach einiger Zeit wiederzusehen und ich habe die Freizeit sehr genossen. Doch noch viel besser gefiel mir das EU-Parlament, da ich so etwas bisher noch nicht gesehen habe und wir sehr viel darüber gelernt haben. Am allerbesten hat es mir gefallen, den Politikern bei ihrer Sitzung zuzusehen und bei den Diskussionen zuzuhören, da es ein sehr interessantes Thema war.“ (Nina)

„Im Parlament angekommen, mussten wir uns einer Sicherheitskontrolle unterziehen, was mich überraschte, da ich nicht dachte, dass sogar Taschen und Jacken auf bedrohliche Gegenstände geprüft werden. Das Gebäude hat mir optisch wirklich gefallen, was vermutlich an dem vielen Glas liegt. Leider konnte Udo Bullmann zum Ende hin nicht mehr kommen, was ich wirklich schade fand, da ich mich auf seine Antworten sehr gefreut hatte.“ (Tom)

„Das Europaparlament ist sehr modern und sehr symbolisch gebaut. Der Innenhof des Louise-Weiss-Gebäudes war imposant und das Parlament selbst gab einige Einblicke in die europäische Politik und Demokratie. Im Plenarsaal der Debatte zu folgen war, anders als ich dachte, echt spannend und empfehlenswert!“ (Finn)

„Ich fand die Fahrt nach Straßburg sehr schön, da wir einerseits genug Zeit hatten die Stadt besser kennenzulernen.Andererseits hatten wir auch genügend Zeit Fragen im EU-Parlament zu stellen... Im EU-Parlament konnte man Eindrücke sammeln und sehen, wie die Treffen ablaufen. Es war auch interessant die Emotionalität einiger Politiker zu sehen, da einige von ihnen auch im Umgang miteinander sehr persönlich wurden.“ (Rahwa)

Ich fand die Fahrt nach Straßburg sehr schön.... Das Münster war von außen gigantisch, aber auch innen war es sehr schön. Wir waren auch noch in einer kleineren Kirche, in welcher angenehme Orgelmusik im Hintergrund lief. ... Ich fand den Besuch im EU-Parlament sehr interessant. Es war schön zu sehen, wie die Politiker miteinander reden, doch dass sie in dieser Runde sehr respektlos miteinander geredet haben, fand ich überraschend. Auch, dass uns danach noch Allgemeines erzählt wurde, fand ich gut. Der Referent, welcher uns die Führung gegeben hat, war sehr nett und konnte unsere Fragen auch gut verständlich erklären. Ich hätte noch länger dieser Debatte zuhören können. Alles in allem war es eine erfolgreiche und lehrreiche Fahrt.“ (Fenja)

Visit: Children's Home

The group “PoWi 7 bili Wiser” visits the children’s home in Frankfurt Rödelheim

In class, we have talked about children and the family. Thinking about families in trouble, the following question came up: what happens to children, whose family is not working, children in need. Knowing Ms Heck, the deputy director of the children’s home in Rödelheim, I invited her to our class to answer questions about such children in need. Instead, Ms Heck invited us to come to the children’s home. This text is written by the teacher, but all the ideas behind it, were collected in class. Later on, you will read the “original voices” of the students as well.

On February 11, we took the train to our very special destination. It was a really serious field trip which offered a lot of surprises. We were welcomed by Ms Heck with cookies and something to drink. Then, she showed us around the house and after that, she gave us a lot of information about her work. In the end, we could ask all the questions we had.

How can you define who goes to the children’s home in Rödelheim?

Only children who come from a troubled background come here: abused children, children from parents who can not take care of them because they are sick or take drugs and also refugees. At the moment, there are 29 children between the ages of 0-12 years in the children’s home.

How would you describe the house itself:

It looks a little bit like a hostel because in some rooms are bunk beds and there is also a lot of common space. The toys and different pictures on the walls also reminded of a kindergarten, there was also a very nice ball bath. The long hallways made us think of a hostel again. The children live in their age groups on different floors. These floors are very cozy. Each floor has its own kitchen, which is very homely and looks totally normal. The children get all the food our students love as well: Nutella, Cornflakes, cocoa, peanut butter. Our students liked all the rooms which were bright and colorful. What also impressed all of us was that the children’s rights are written on posters, hanging on several walls in the children’s home so that the children are always aware of them.

How life is organized

The house is not locked, so the children could leave any time if they wanted to. But most children like it there and they are happy to be there. But from the outside, the house is locked so that the parents can’t get to them.

The days are like those of most children in Germany: the smaller ones go to daycare centers, the older ones go to school. Some children do therapeutic horse riding, some play soccer in clubs or go dancing, depending on what their hobbies are. Twice a year, the children go on vacation, mostly to a destination in Germany.

Now the original voices oft he students:


„Kinderheim“

Die Räumlichkeiten des Kinderheims fand ich eigentlich sehr schön. Es erinnerte mich an meinen Kindergarten oder Hort, was Spielecken, Turnräume und Flurdekorationen betraf. Auch die Zimmer gefielen mir. Als unfair empfand ich es jedoch, dass manche Kinder ein Einzelzimmer hatten, während andere zu fünft auf einem Zimmer waren. Ich fand es aber gut, dass unterschiedlich alte Kinder auf unterschiedlichen Etagen waren. Auch fand ich gut, dass für die Kinder frisch gekocht wurde. Die Etagen waren wie eine Wohnung, mit Wohnzimmer, Küche und Toiletten. Die Toiletten haben mir nicht gefallen, da sie relativ klein waren und es keine Trennung zwischen Jugend- und Mädchentoiletten gab. Jakob


Der Besuch im Kinderheim

„Da müssen wir rechts abbigen,“ rief uns Frau Wiser zu. Wir bogen ab und suchten nach der Hausnummer. Das Stadtviertel war ein bischen gruselig. Ich hatte mir die Gegend anders vorgestellt. Schöner, offener. Die Kinder hatten doch eine schlimme Vergangenheit. Aber ich kenne ja nicht das ganze Stadtviertel, vielleicht sieht es woanders schöner aus, einen Park gibt es ja. Das Gebäude sah auch nicht einladend aus. Ich hätte es bunt gestrichen. Drinnen war es aber schöner. Es sah aus wie im Kindergarten. Lustige Spiegel, ein Turnraum mit Bällebad und überall an der Wand waren süße Bilder. Wir begegneten sogar 2 oder 3 kleinen Kinder. Die beiden schienen glücklich, aber sie sahen fertig aus , mit riesigen Augenringen.

Dann zeigte uns die Frau noch die Etage der 5- bis 9-Jährigen. Die Zimmer waren süß eingerichtet. Ein Zimmer war voll mit Lego. Das Wohnzimmer konnten wir leider nicht sehen. Ein Kind war krank und schaute gerade fern. Die Küche sah genau aus wie die Küche aussehen sollte. Mit Nutella, Kakaopulver und Erdnussbutter.

Nach der Führung - wie sich das anhört,  Führung durch das Zuhause anderer – erzählte uns die Frau noch ein paar Geschichten über Kinder, die mal hier waren. Ein Flüchtlingsjunge, der von seiner Mutter geschlagen wurde, ins Kinderheim gebracht wurde, aber immer wieder abgehauen ist, weil er wissen wollte, wie es seiner Mutter ging. Der Arme, er hat so viel hinter sich gebracht und mit seiner Mutter erlebt, da kann man schon verstehen, dass er zu ihr will.

Das Mädchen, dass sich immer den Kopf an seiner Bettkante angehauen hat, um einzuschlafen oder keine Angst zu haben. Ihre Eltern hatten sie immer in ihrem dunklen Zimmer alleine gelassen. Zu wissen, dass es solche Eltern gibt, ist hart.

Am Ende durften wir noch Fragen stellen:

Frage 1: Hobbys: Die Kinder dürfen weiter ihren Hobbys nachgehen.

Frage 2: Handys etc.: Handys waren / sind eine kritische Angelegenheit. Die Kinder haben Handys, aber müssen sie immer abgeben, denn die Handys sind nicht ohne. Ihre Eltern könnten sie anrufen und sie zwingen, sich mit ihnen zu treffen, um sie dann zu entführen. Da kommt wieder meine Frage auf: Freuen sie sich nicht für ihre Kinder, dass sie jetzt besser leben können? Oder: warum haben sie überhaupt Kinder bekommen, wenn sie irgendwie abhängig etc. von etwas sind?

Die schöne Infos:

- Die Kinder fahren in den Urlaub. Zwar nicht weit weg, aber Hauptsache, sie haben Spaß!

- Sie können ihre Eltern treffen. Im Heim oder wenn die Eltern gefährlich etc. sind, woanders

Anna


„Das Kinderheim“

Mein erster Eindruck des Kinderheimes war nicht so gut: das Äußerliche des Hauses ähnelte einem langen Wohnblock. Auch der Eingang erschien mir ein wenig heruntergekommen. Das Innere des Heimes machte einen freundlichen und liebenswürdigen Eindruck, es gab viele Spielsachen und die Wände waren mit freundlichen Farben gestrichen.

Es gab viele Tiere an den Wänden und auch Spiele, bei denen man fühlen musste. Es erschien mir wie ein großer Kindergarten, nur mit einzelnen Kinderzimmern. Die Kinder wurden nach ihrem Alter in Gruppen eingeteilt und für jede Gruppe gab es eine eigene Etage mit Bad, Küche und Schlafzimmern. Jedes der Zimmer war ausreichend bestückt. Die Küche hatte eine große Auswahl an Müsli und die Schlafzimmer an Spielzeug wie Lego. Natürlich gab es auch einen gut gesicherten Garten, mit einem bunten Häuschen. Die Erzieherinnen hatten jeweils auf ihren Etagen ein Zimmer für sich. Die Frau, die uns umherführte, war sehr freundlich und es gab sogar Kekse. Das Wohnzimmer des Heims hatte sogar einen Fernseher und eine Kuschelecke. Das Ganze machte auf mich einen sehr positiven und einladenden Eindruck. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Kinderheim, in dem Kinder mit schlimmen Erfahrungen leben, so einen freundlichen und liebenswürdigen Eindruck macht. Noa


„Kinderheim Rödelheim“

Am 11.2.15 waren wir mit unserem Bili-Kurs in dem Kinderheim in Rödelheim. Es ist ein Kinderheim für Kinder von 0-12 Jahren, dementsprechend auch eher für kleinere Kinder eingerichtet.

Ich fand das Kinderheim von außen erstmal nicht so schön, da hatte ich ein etwas schlechteres Gefühl, als wir dann aber hineingegangen sind, war alles in einem hellen und freundlichen Gelbton gestrichen. So war mir auch gleich viel wohler. Alles war voller kleiner Bilder, die alles viel symphatischer machten. Die Leute, die dort arbeiten sahen auch alle nett aus.

Wir wurden in einen Raum gebeten, wo ein großer Tisch stand. Die Mitarbeiterin von dort, Frau Heck, erzählte viele Geschichten, die mich sehr berührten. In so einem Moment merkt man wie viel Glück man mit seiner Familie hat und lernt sie sehr zu schätzen. Als wir dann zu den Zimmern gingen, wo die Kinder leben, sah man, dass die Zimmer sehr liebevoll eingerichtet waren, das fand ich toll, weil man so sah, dass es den Kindern dort wirklich besser geht. Als wir wieder runter gingen konnte man den Spielplatz sehen, wo ein Haus steht, das ganz bunt angemalt ist. Da musste ich grinsen, da ich mir als kleines Kind auch immer so ein Häusschen gewünscht hatte. Danach gingen wir in eine sehr schöne Turnhalle. Die fand ich wichtig, denn als Kind braucht man sehr viel Bewegung. Danach konnten wir noch Fragen stellen. Dann sind wir gegangen. Zoe


“The children’s home”

From the outside, the children’s home looked very boring. Everything was painted in a dark orange. But when we went in, everything looked friendlier and lovelier. On the first door, the rules were written down. Then, we met Ms Heck. She gave a little presentation about the children’s home and after that, she answered our questions. We also got a little tour through the floor of the group of the 5-9- year-old children. They have a kitchen, a living room, a bathroom and of course two bedrooms. There is also a playground and a gym with a ball bath. The children do get pocket money of about 4-16 Euros per months and they can continue their hobbies. Simon


At the children’s home

On a Wednesday in February, my class and I went to visit a children’s home. As I saw the building, I felt sad because I couldn’t imagine to live there. But as we went into the house, it reminded me of my kindergarten. They have to take off their shoes and it looked like a very good hostel. One child was ill, so it was sitting in front of a TV with food and something to drink. It’s just the same as for anyone. The rooms looked cozy and like a lovely children’s room.

One story, which Ms Heck told us, was particularly sad: One child is already there for two years and sees the other children come and go. She is still there. All her friends come and go, and she has to find new friends again and again. I’m so thankful, that my parents don’t do the things the parents of the poor children in the children’s home did to them. I think the kids there cannot sleep because we saw 3 little children and they all had big rings under their eyes. But actually, the children are better off in the children’s home than in their own home, where they got punished and abused. Some children don’t want to be in the children’s home because they missed their parents. But I can understand that. I mean, I would also miss my parents, if I would have to go away from them. Jasmin

 

 

 

Exkursion Budge-Stiftung

Bericht über die Exkursion zur Budge-Stiftung

 

 

Im Rahmen des Themas“ Judentum“ hat mein katholischer Religionskurs (9a/9d) in Begleitung von der Kursleiterin Frau Kaiser und Herr Fisch einen Ausflug zum jüdisch-christliche Altenheim, der Budge-Stiftung, welches in Frankfurt-Bergen-Enkheim liegt, gemacht.

Nach kurzem Warten im Empfangsbereich kam auch schon der Rabbi und führte uns zur hauseigenen Synagoge. Die Jungs setzten sich wie es sich für Juden gehört die Kipa auf den Kopf. Nachdem wir uns hingesetzt haben,  weckte der Rabbi mit dem Satz“ in jedem Christ steckt ein kleiner Jude“ mein Vertrauen und gab mir das Gefühl wirklich willkommen zu sein. Beim Reingehen ist mir aufgefallen wie sich die Synagoge von unserer katholischen Kirche unterscheidet aber auch in gewissen Dingen gleicht. Zwischen den rechts angeordneten Stühlen und den links angeordneten Stühlen befindet sich eine Kanzel vor der jeder aus der Gemeinde etwas vorlesen kann. In der Kirche wird dies jedoch meist nur vom Pfarrer oder anderen hochrangigen übernommen. Vor dem Schrein, in dem sich die Thorarollen befinden, ist ein rotes ewiges Licht. In der Kirche gibt es vor dem Tabernakel, wo die Hostien aufbewahrt werden auch ein ewiges Licht.

Jeder sollte reihenweise  seines Wissens über das Judentum preisgeben. Er ging auf alle Beiträge ein und erklärte die Bedeutungen und Gründe näher, sodass wir noch mehr übers Judentum erfahren konnten. Später konnte ich feststellen, dass seine anfängliche Aussage „in jedem Christ steckt ein kleiner Jude“ sich bewahrheite, weil sich z.B. viele unserer heutigen christlichen Feste auf das Judentum zurückführen lassen. Das sieben Wochen nach Passah stattfindende Wochenfest erinnert an die Offenbarung des heiligen Geistes und ist zeitgleich zum christlichen Pfingsten. Wir erfuhren auch noch, dass im Judentum das Laubhüttenfest gefeiert wird, wobei jeder sieben Tage lang in Hütten leben muss, um zu zeigen wie dankbar man ist, ein Dach über dem Kopf zu haben. Dies entspricht in gewissem Maße unserem Erntedankfest, bei dem wir auch dankbar sind. Dass die christlichen Feste aus dem Judentum entstanden sind, liegt daran, dass die ersten Christen Juden waren. Die Christen wollten sich aber von den Juden in gewisser Weise abgrenzen und die Heiden für ihre Lehre gewinnen. So haben sie heidnische Bräuche mit jüdischen Festen gekoppelt und so die christlichen Feste wie Weihnachten “gegründet“. Schlussfolgernd kann man somit sagen, dass die Basis des Christentums auf dem Heidentum und dem Judentum liegt, weshalb der Satz „in jedem Christ steckt ein Jude“ stimmt.
Später beim Mittagessen kamen wir auf das Speiseverbot der Juden zu sprechen und der Rabbi erklärte uns welche Eigenschaften ein Tier haben muss, um schließlich gegessen zu werden. Da die Juden den Tieren einen großen Respekt zollen, achten und bestehen sie auf die Gesundheit und auf gerechte Haltung des Tieres. Falls diese Faktoren unbekannt sein sollten, darf dieses Fleisch nicht gegessen werden. Juden dürfen nur Meerestiere essen, wenn sie Flossen und Schuppen haben. Dies bedeutet Austern o. ä ist nicht koscher (rein, geeignet). Zudem ist auch fast jegliches Geflügel, mit Ausnahme von Raubvögeln und Insekten, die tot oder gerissen sind, gegessen worden. Juden dürfen Milchprodukte nicht zusammen mit Fleischprodukten verspeisen oder sie müssen bis zur Verdauung des Fleischprodukts abwarten bevor sie Milchspeisen essen können. Diese Speiseregeln beruhen auf den Bücher Moses genauer dem zweiten Buch „Exodus“ und dem dritten Buch „Levitikus“ und dem fünften Buch „Deuteronomium“. Dies erklärt auch, weshalb wir nach unserem fleischhaltigen Hauptgericht  als Nachspeise nur Obst bekamen.

 

Beim Essen trafen wir ein Zeitzeuge der N-S Zeit. Er erzählte uns von seiner Lebensgeschichte. Wir stellten ihm auch viel Fragen. Wir erfuhren, dass er als kleines Kind im Alter von 6 Jahren mit dem Schiff von Deutschland bis Uruguay, auf einer 8-Woche langen Schiffsfahrt vor Hitler geflüchtet ist. Dort baute er sich ein neues Leben auf und heiratete und bekam Kinder. Besonders beeindruckend war seine Erzählung wie er damals von der Reichspogromnacht erfuhr und dass er trotz seiner Erfahrungen seinen Humor behalten hat.

Nach dem Essen endet unser Ausflug und wir führen zurück nach Neu-Isenburg.

 

Der Besuch in der Budge-Stiftung hat mir gefallen, da der Rabbi sehr nett und freundlich zu uns allen war. Er hat in so kurzer Zeit den Glauben und die Sitten des Judentums vermittelt, dass es selbst jemand verstehen hätte können, der dies nicht als Unterrichtsthema hätte. Außerdem konnten wir durch diese Exkursion unser bereits vorhandenes Wissen stark erweitern. Und uns wurde sehr deutlich, dass so etwas wie im zweiten Weltkrieg mit den Juden nie wieder passieren darf, denn in uns steckt doch allen ein kleiner Jude.

Isabelle Mizero, 17.12.2014

Die Goetheschule sammelt Spenden für die Flutopfer auf dem Balkan

Die Klassen 9a, 9d und der 7er Geschi-Bilikurs haben am Donnerstag ,den 05.06.2014, unter der Leitung  von Frau Moran, Frau Vidovic-Cosic und Frau Wiser eine erfolgreiche Kuchenverkaufsaktion durchgeführt . In den beiden großen Pausen verkauften die Schülerinnen und Schüler eifrig ihre selbstgebackenen Kuchen. Der Erlös in Höhe von 625,- Euro wurde auf das Spendenkonto der Aktion Deutschland Hilft überwiesen und kommt den Betroffenen des Hochwassers auf dem Balkan zu Gute.

Vielen Dank an alle, die den Kuchenverkauf unterstützt haben!

 

 

Briefe an Nelson Mandela (Powi Q1)

PoWi_Q1_Briefe_an_Nelson_Mandela_vom_9-12-13.doc

Bericht der 10c über das Gutleutviertel (Powi)

Gutleutviertel.docx

Amnesty International im PoWi-Gk


 

Besuch von Amnesty International in unserem PoWi-Grundkurs

 

Anlässlich des Themas „Folter“, welches wir in in den letzten Wochen in PoWi mit Frau Wiser im Zuge des größeren Themas ‚Grundrechtsabwägung‘ behandelten, hatten wir letzten Montag Besuch von Vedrin Sahovic und Kai Hüwelmeyer, zwei ehrenamtlichen Mitarbeitern der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Frankfurt. Während K. Hüwelmeyer sich speziell mit Waffenhandel beschäftigt, ist das Spezialgebiet von V. Sahovic Folter.


Amnesty International wurde 1961 gegründet und ist eine nichtstaatliche und nicht-profitorientierte Organisation, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Menschrechte weltweit zu vertreten und zu schützen sowie aktiv gegen Menschenrechtsverletzungen zu agieren. Täglich kämpfen ihre Mitglieder für Menschen, die grundlos eingesperrt, gefoltert, hingerichtet oder vertrieben werden. Die Vorgehensweisen von Amnesty International sind unterschiedlich, wie z.B. die Ausübung von öffentlichem Druck, Veranstaltung von Protestkampagnen, Unterschriftensammlungen oder auch auf strukturelle Probleme aufmerksam zu machen.

Bevor die beiden Referenten näher auf das Thema Folter eingegangen sind, zeigten sie durch einen historischen Rückblick wie es überhaupt zu der Erklärung der Menschenrechte kam und wieso es so wichtig ist, sie zu schützen. Der Auslöser, über Menschenrechte nachzudenken, waren die Konsequenzen aus dem zweiten Weltkrieg und der Judenverfolgung.

Im Jahr 1945 wurde die Vereinten Nationen gegründet, deren Ziel der Weltfrieden ist. 1948 kam es zur Erklärung der Menschrechte, woraufhin 1950 die Europäische Menschenrechtskonvention entstand, welche die Bemühung zur Schaffung einer internationalen Gerichtsbarkeit hat und das Verbot der Folter in einem eigenen Artikel benennt.

Jedem Menschen, alleine durch sein Dasein und unabhängig von seiner Herkunft, Hautfarbe oder Kultur, stehen die Menschrechte zu. Durch die Erklärung der Menschrechte wurde eine Basis für eine menschliche Gesellschaft geschaffen, die das Minimum des humanen Umgangs festlegt. Die Staaten, die die Menschenrechtserklärung unterschrieben haben, haben die absolute Pflicht, die Bürger vor Menschenrechtsver-letzungen zu schützen. Damit erklärt es sich von selbst, dass sie diese Rechte selbst einzuhalten haben.

Speziell durch Foltern werden in einigen Staaten die Menschenrechte aufs Äußerste verletzt, obwohl das Verbot der Folter seit dem 20. Jahrhundert in verschiedenen Rechtsordnungen festgeschrieben ist.

 

Wie ist Folter definiert? Man nennt eine vorsätzliche schwere Verletzung von Körper und/oder Seele an einem Menschen, die einen gewissen Zweck erfüllen soll, dann Folter, wenn sie durch direkte oder indirekte Beteiligung von amtlichen Instanzen erfolgt. Eine Schlägerei auf der Straße zwischen zwei Privatpersonen beispielsweise kann man somit nicht als Folter bezeichnen.

 

Obwohl man die Erkenntnis hat, dass Folter kein geeignetes Instrument zur Wahrheitsfindung ist, zeigt sich im Fall Daschner bzw. Jakob von Metzler, den wir im Unterricht behandelt hatten, wie schwierig es ist, Moral und Recht in Einklang zu bringen, wenn es um die mögliche Rettung eines Menschenlebens geht. Aus diesem Grund wurde mit uns im Anschluss an den Vortrag eine Umfrage zum Thema Folter durchgeführt, welche eine Diskussion anregte. Obwohl anfangs viele der Schülerinnen und Schüler unseres Kurses der Meinung waren, dass Folter in manchen Fällen angebracht sei, denke ich, dass wir am Ende alle verstanden haben, warum das Folterverbot absolut gelten muss und nicht abgewogen werden darf.

 

Da es schwer festzulegen ist, wie und in welchen Fällen man foltert und vor allem wie weit man gehen kann (soll man eine „Folter-Katalogisierung“ aufstellen?), ist es unmöglich eine klare Regelung zu finden. Außerdem müsste der Staat Foltermethoden praktikabel machen, indem nur speziell ausgebildete Menschen die Folter durchführen dürften. Diese Vorstellungen sind völlig widersprüchlich zu einer funktionierenden, demokratischen und menschlichen Gesellschaft. Wenn Folter vom Staat angeordnet wird durch beispielsweise die Polizei, gibt es keine Instanz mehr die uns schützt!

 

Um sich speziell gegen Folter einzusetzen, hat Amnesty International das 12-Punkte-Programm entwickelt.

http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu07/044?lang=de%26mimetype%3dtext%2fhtml

Dieses Programm verschickt Amnesty International an Politiker weltweit, um sie bei der Vorbeugung und Beendung der Folter zu unterstützen.

In einem Drittel der Fälle, für die Amnesty sich einsetzt, haben sie Erfolg.

 

Meiner Meinung nach war dieser Vortrag sehr wichtig und interessant, besonders auch durch die Diskussion am Ende. Mir hat gut gefallen, dass anfangs nochmals auf die Menschenrechte allgemein eingegangen wurde, obwohl wir diese im Unterricht bereits behandelt hatten, da dadurch die Verknüpfung zwischen den allgemeinen Menschenrechten und der Folter deutlich gemacht wurde. Der Vortrag hat mich auch noch im Nachhinein beschäftigt und zum Nachdenken gebracht, da dieses Thema uns alle etwas angeht und auch ich jetzt weiß, wie ich zukünftig Projekte unterstützen kann, die sich gegen Menschenrechtsverletzungen einsetzen.

 

Lena Trumpfheller